Pressemitteilung:

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Preis für Popkultur 2026: Diese Künstler:innen und Projekte wurden mit Auszeichnungen geehrt


Berlin, 22. Juni 2026

>> Preisverleihung im Berliner Zeiss-Großplanetarium mit vielen kreativen Köpfen der Musik-, Medien- und Kulturszene

>> Preis für Popkultur traf erstmals auf Fête de la Musique: Begeistertes Publikum beim öffentlichen Musikprogramm vor dem Planetarium und ein mitreißender Abend mit starken Laudationen und Liveacts, überraschenden Momenten – und spannenden Preisträger:innen

>> Ausgezeichnet wurden: Corner Chor - Scheiß AfD Jodler, FAYIM, Grenzkontrolle, JAMEL - Lauter Widerstand, Jan Schwarzkamp - der Soundtrack meines Lebens, Nina Chuba - Arena Tour, Novaa, Peaches, SchwuZ Queer Club, Tristan Brusch und Westbam (Lebenswerk).


Ein Popkulturfest mit Haltung, Herzblut und Hoffnungsträger:innen

Dem extrem wechselhaften Wetter an diesem längsten Tag des Jahres, ebenso wie den Herausforderungen bei der Finanzierung und Umsetzung der diesjährigen Ausgabe zum Trotz:

Mit einer besonderen Jubiläumsausgabe hat der Verein zur Förderung der Popkultur am 21. Juni 2026 den Preis für Popkultur im Berliner Zeiss-Großplanetarium verliehen. Zum zehnjährigen Bestehen des Awards fiel die Preisverleihung erstmals auf den Tag der Fête de la Musique und verband öffentliches Musikprogramm, kulturelle Begegnungen und feierliche Preisvergabe zu einem ganztägigen Popkulturfest. Der Preis für Popkultur 2026 stand deutlich im Zeichen der Vielfalt und des Zusammenhalts verschiedenster popkultureller Stimmen.

Nach Monaten voller Planung und unzähligen Gesprächen war es ein besonderer Moment, als vor rund 400 geladenen Gästen aus Musik, Medien und Kultur aus allen Ecken Deutschlands am Abend die Auszeichnungen in elf Kategorien vergeben und anschließend gefeiert wurden. Der unabhängige, ehrenamtlich organisierte Preis würdigt seit 2016 herausragende Leistungen der bundesweiten Popkultur – unabhängig von kommerziellem Erfolg, Charts oder Verkaufszahlen.

„Es ist so schön, dass so viele Nominierte da sind, so viele Mitglieder und Freund:innen der Popkultur”, eröffneten Josefine Nowack und Stephan Hengst, Vorstände des Vereins zur Förderung der Popkultur, die Preisverleihung. “Eine Dekade Preis für Popkultur: das bedeutet großartige Live-Auftritte, aber vor allem auch Menschen, die immer wieder für die Sache zusammenkommen, und neue Verbindungen zwischen Künstler:innen, die sich hier begegnen. Wir sind stolz, künstlerischer und popkultureller Arbeit durch den Preis für Popkultur seit zehn Jahren eine Bühne zu bieten”, resümieren die beiden. “Gerade in der aktuellen Zeit, in der immer mehr Kulturförderungen ausbleiben, sind wir sehr froh, dass wir die heutige Veranstaltung dank aller Beteiligten in so kurzer Zeit noch auf die Beine stellen konnten.“

Tim Renner, Kulturpolitiker, Musikunternehmer und Autor sowie ehemaliger Berliner Kulturstaatssekretär, der bei der Verleihung ein Grußwort hielt, ergänzt: “Pop braucht nicht unbedingt Staatspreise, aber Auszeichnungen, die aus der Szene für die Szene kommen, so wie der Preis für Popkultur."

Preis für Popkultur x Fête de la Musique – Der perfekte Start in das Jubiläum mit 6euroneunzig, Baumgart und Nadja Benaissa

Gute Laune, bereichernde Gespräche und jede Menge Musik: Bereits am Nachmittag wurde das Zeiss Großplanetarium im Rahmen der Fête de la Musique zu einem Treffpunkt für Musikfans und Kulturschaffende. Obwohl am Vormittag noch ein heftiger Sturm durch Berlin zog, feierten ab 16 Uhr vor dem Planetarium ca. 2.500 Besucher:innen zu den abwechslungsreichen Konzerten von dem feministischen Berliner Rap-Duo 6euroneunzig, dem aufstrebenden Singer-Songwriter Baumgart und R’n’B-/Soulsängerin und (Ex-)No Angels-Mitglied Nadja Benaissa. Besser hätte die Jubiläumsausgabe des Preis für Popkultur kaum beginnen können.

Ein Abend voller Musik, gegenseitiger Anerkennung und natürlich: Popkultur

Nach dem entspannten Empfang im Foyer des Planetariums, ging es ab 20 Uhr im Kuppelsaal an den Kern der Veranstaltung: Eine bunte Mischung aus Live-Musik- und Redebeiträgen, auf den Punkt getexteten Einspielern zu allen Nominierten und die offizielle Übergabe der einzelnen Preise. Durch den Abend führte Victoria Reichelt, Journalistin, Moderatorin und eine der profiliertesten Stimmen für Popkultur und gesellschaftliche Debatten.

Highlights der Show waren die musikalischen Performances von Baumgart, Justin Hayo, MADANii und Mariybu, begleitet von Visuals an der Kuppeldecke. Außerdem bleiben besonders die vielstimmigen teils mahnenden, vielfach bewegenden und immer wieder auch humorvollen Reden der Laudator:innen in Erinnerung: Alba Wilczek, Anja Caspary, Brix Schaumburg, FLOSS, Gloria Viagra, Mark Reeder, NI-KA (Reservix), Noel Andre, Robert Owens und Senna Gammour. Weitere Redebeiträge kamen von Simone Sohn (Jurymitglied) und Patrick Ehrhardt (Vorstandsbeirat & Jurymitglied), die spannende Einblicke zu dem Prozess hinter dem Preis für Popkultur gaben.
Die musikalische Gestaltung bei der anschließenden Aftershow-Party übernahm Alba, die zum diesjährigen Preis für Popkultur neben ihrer Laudatio und dem DJ-Set auch als Jury-Mitglied beigetragen hat.

Das sind die Gewinner:innen 2026

Lieblingskünstler:in / Lieblingsband
Peaches

Hoffnungsvollste Newcomer:in
Grenzkontrolle

Lieblingsproduzent:in
Novaa

Lieblingsalbum
Tristan Brusch - Am Anfang

Lieblingssong
FAYIM - Näher

Bewegendstes Bild
JAMEL - Lauter Widerstand

Beeindruckendste Liveshow
Nina Chuba - Arena Tour

Gelebte Popkultur
SchwuZ

Lieblingspodcast
Jan Schwarzkamp - Der Soundtrack meines Lebens

Herausragendes gesellschaftliches Engagement
Corner Chor - Scheiß AfD Jodler

Preis für das Lebenswerk
WESTBAM


Lebenswerk 2026: WESTBAM

Mit dem Preis für das Lebenswerk ehrte der Verein einen der prägendsten Akteure der deutschen und internationalen Clubkultur. Als Techno-Pionier, DJ, Produzent und Kulturvermittler hat WESTBAM, Gründervater der legendären Loveparade, über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung elektronischer Musik maßgeblich beeinflusst. Als Wegbereiter für die elektronische Musik hat er Generationen von Musiker:innen inspiriert und das Genre aus der Subkultur in die Mitte der Gesellschaft getragen.

Der Preis für das Lebenswerk würdigt neben WESTBAMs musikalischem Schaffen insbesondere auch seinen nachhaltigen Einfluss auf die Popkultur und die Entwicklung der Club- und Festivalkultur. Die Laudatio auf WESTBAM hielt Robert Owens, Produzent, DJ, Sänger, lebende Legende des Chicago House – und, wie er in seiner Rede selbst sagte: Westbams “brother from another mother”.

Dank an Partner und Unterstützer

Der Preis für Popkultur lebt von Menschen, die an die Bedeutung von Musik, Kreativität und kultureller Vielfalt glauben. Die Jubiläumsausgabe des Preis für Popkultur wurde nur durch das Engagement des ehrenamtlichen Organisationsteams sowie die Unterstützung zahlreicher Partner und Förderer ermöglicht. Besonderer Dank gilt dem langjährigen Partner Reservix, dem Zeiss-Großplanetarium (Stiftung Planetarium Berlin) sowie den weiteren Sponsoren und Unterstützern recordsale.de, Spreequell, Universal Music, BMG, Towntalker, Studio Grill, Rotkäppchen und Carlsberg. Medienpartner der Veranstaltung waren Musikexpress, MusikWoche, radioeins, Rausgegangen und Rolling Stone.

Über den Preis für Popkultur

Der Preis für Popkultur wird unabhängig von kommerziellen Erfolgskriterien verliehen. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Qualität, gesellschaftliche Relevanz und Innovation. Der Preis bietet insbesondere jungen Künstler:innen wertvolle Sichtbarkeit und trägt zur Förderung einer vielfältigen Popkulturlandschaft in Deutschland bei.

Seit 2016 wird der Preis jährlich vom Verein zur Förderung der Popkultur e.V. (auch: Verein für Popkultur) verliehen. Ziel ist es, herausragende Leistungen und Engagements innerhalb der deutschsprachigen Popkultur zu würdigen – unabhängig von Charts, Verkaufszahlen oder Majorlabelstrukturen. Zu den ausgezeichneten Acts der bisherigen Preisverleihungen zählen z.B. Annette Humpe, Beatsteaks, Berq, Betterov, Blond, Blumengarten, Casper, Danger Dan, Doro Pesch, K.I.Z., Moderat, Nina Chuba, No Angels, Novaa, Paula Hartmann, Peter Fox, Ski Aggu, Suena oder Trettmann.

Der 2015 gegründete Verein repräsentiert aktuell über 500 Mitglieder aus verschiedenen Teilbereichen der Musikwirtschaft und Popkultur. Diese setzen sich gemeinsam für eine vielfältige und innovative Musiklandschaft ein. Dem Vorstand des Vereins gehören 2026 Stephan Hengst, Josefine Nowack, Martin Lippert, Beatrice Adasz, Patrick Ehrhardt, Sabine Leibig, Paul Schäfer, Dominic Schäfer, Philipp Grefer und Lena Marie Haring an.
Weitere Informationen gibt es auf den Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, YouTube und LinkedIn) und der Website: www.preisfuerpopkultur.de

Pressekontakt
Verein zur Förderung der Popkultur e.V.
presse@preisfuerpopkultur.d