Pressemitteilung: Acts des Abends, erste Laudatios und weitere News

Pressemitteilung: Acts des Abends, erste Laudatios und weitere News

10 Jahre Preis für Popkultur: Große Feier am 21. Juni 2026 in Berlin mit Mariybu, Nadja Benaissa, u.v.m.

Preisverleihung x Fête de la Musique im Berliner Zeiss-Großplanetarium


Berlin, 10. Juni 2026

Nachdem kürzlich verkündet wurde: „Der Preis für Popkultur 2026 findet statt!“, wird nun das offizielle Programm für den 21. Juni 2026 veröffentlicht. Mit dabei sind in diesem Jahr Alba, Baumgart, Mariybu, Nadja Benaissa u.v.m.

Zum 10-jährigen Bestehen des Preis für Popkultur wird die Awardshow erstmals anlässlich der Fête de la Musique veranstaltet. In elf Kategorien wird der Preis im Kuppelsaal des Zeiss-Großplanetarium in Berlin verliehen – mit Live-Acts, besonderen Gästen und Laudator:innen, starken Newcomer:innen und einem Blick auf die Vielfalt und Haltung der Szene. 2026 wird die Wahl der Gewinner:in erstmals mit einem Publikumsvoting (in der Kategorie „Lieblingssong“) kombiniert. Außerdem bietet der Verein für Popkultur dem Publikum der Fête de la Musique auch in diesem Jahr wieder ein kostenfreies musikalisches Programm.

Musikprogramm bei freiem Eintritt im Rahmen der Fête de la Musique

Alljährlich erfüllt die Fête de la Musique, langjähriger Kooperationspartner des Verein zur Förderung für Popkultur e.V., Berlin am längsten Tag des Jahres mit Live-Musik. Allein 2025 feierten 2.500 Besucher:innen bei der Bühne des Vereins. Neben der exklusiven Preisverleihung im Inneren des Planetariums, wird es im Außenbereich auch in diesem Jahr wieder eine Public Stage (kostenlos & frei zugänglich) geben. 2026 treten mit 6euroneunzig, Baumgart, Madanii und Nadja Benaissa auf dem Dach des Planetariums am Nachmittag vier spannende und sehr unterschiedliche Acts aus der deutschen Musikszene auf.

6euroneunzig
Tussitechno, Fotzenrap und Pussypop – so lässt sich der Sound des Berliner Rapduos, bestehend aus Kat und Nina, ganz gut beschreiben: heiße Hooks, selbstironische Lyrics, unschuldige Melodien mit bösen Bässen und ein dicker Mittelfinger an alle Faschos dieser Welt.

Nadja Benaissa
Bekannt wurde die deutschsprachige Soul-, R&B- und Popsängerin im Jahr 2000 als Mitglied der Girlgroup No Angels. Seit 2005 ist Nadja Benaissa auch als Solo-Künstlerin unterwegs.



Preis für Popkultur 2026: Musikalisches Programm und Gäste bei der Awardshow im Planetarium

Als eines der wichtigsten Branchenevents des Jahres mit bundesweiter Relevanz und Wirksamkeit bietet der Preis für Popkultur, mit feierlichem Vorempfang und Aftershow-Party mit coolen DJ-Sets, seit 2016 eine wichtige Networking-Möglichkeit für die Musikwelt. Ausgezeichnet wird Haltung statt Hype – Popkultur jenseits von Charts, mit Fokus auf Vielfalt, Innovation und gesellschaftliche Relevanz.

In den vergangenen Jahren ging der Preis bereits an spannende und so unterschiedliche Künstler:innen wie beispielsweise Annette Humpe, Berq, K.I.Z., Moderat, Nina Chuba, No Angels, Novaa oder Trettmann.

2026 sind unter anderem Peaches, Grenzkontrolle, die Rausgegangen Geheimkonzerte, Nina Chuba, Parra for Cuva, der SchwuZ Queer Club, Oga Beats, Ikkimel, der Podcast von Jennifer Weist & Markus Kavka sowie viele weitere popkulturelle Projekte und Künstler:innen für den Preis nominiert.

Im Rahmen der Preisverleihung am Abend des 21. Juni werden die folgenden Acts auftreten:

Baumgart
Mit ehrlichem Songwriting und emotionalem Indie-Pop erzählt Baumgart von Nähe, Zugehörigkeit und den Gefühlen, die uns verbinden. Eine der spannendsten neuen Stimmen im deutschsprachigen Pop.

Justin Hayo
Mit seinem Mix aus Indie, Pop und modernen Sounds gehört Justin Hayo zu den spannendsten Newcomern der deutschsprachigen Musikszene und steht für eine neue Generation von Popmusik.

MADANii
Mit Songs wie „Dast“ verbindet MADANii moderne Popmusik mit iranischen Einflüssen und schafft Klangwelten, die gleichermaßen berühren und bewegen.

Mariybu
Zwischen Hyperpop, Eurodance, Rap und kompromissloser Selbstermächtigung hat sich Mariybu zu einer der spannendsten Stimmen der aktuellen Poplandschaft entwickelt. Laut, emotional und immer überraschend.

Durch den Abend führt Victoria Reichelt, Journalistin, Moderatorin und eine der profiliertesten Stimmen für Popkultur und gesellschaftliche Debatten. Das Grußwort kommt in diesem Jahr von Tim Renner, Musikunternehmer, Journalist und Autor sowie ehemaliger Berliner Kulturstaatssekretär. Zu den Laudator:innen des Abends zählen dieses Mal unter anderem Alba Wilczek, Brix Schaumburg, Mark Reeder, Melbeatz, NI-KA (Reservix), Noel Andre und Robert Owens. Bei der Aftershow-Party werden die Gäste musikalisch mit DJ-Sets von Alba und weiteren Acts versorgt.

Neben Partnerschaften mit dem Zeiss-Großplanetarium Berlin, Reservix, Studio Grill, Spreequell, 1664 blanc, BMG, Universal Music, Recordsale.de, Rausgegangen, Musikexpress, Rolling Stone, MusikWoche und Towntalker, konnte Rotkäppchen als zusätzlicher Unterstützer gewonnen werden.



Alle Infos auf einen Blick

Preis für Popkultur 2026
21. Juni 2026
Zeiss-Großplanetarium Berlin

15:30 – 18:30 Uhr | Fête de la Musique (kostenfrei für alle)
18:30 – 20:00 Uhr | Vorempfang
20:00 – ca. 22:00 Uhr | Preisverleihung
ab 21:30 Uhr | Aftershowparty
– Alle Details und mehr Informationen zu den einzelnen Nominierten, den jeweiligen Kategorien und zur Fachjury finden sich am Ende dieser Pressemitteilung. –



Über den Preis für Popkultur

Der Preis für Popkultur wird unabhängig von kommerziellen Erfolgskriterien verliehen. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Qualität, gesellschaftliche Relevanz und Innovation. Der Preis bietet insbesondere jungen Künstler:innen wertvolle Sichtbarkeit und trägt zur Förderung einer vielfältigen Popkulturlandschaft in Deutschland bei.

Seit 2016 wird der Preis jährlich vom Verein zur Förderung der Popkultur e.V. (auch: Verein für Popkultur) verliehen. Ziel ist es, herausragende Leistungen und Engagements innerhalb der deutschsprachigen Popkultur zu würdigen – unabhängig von Charts, Verkaufszahlen oder Majorlabelstrukturen. Zu den ausgezeichneten Acts der bisherigen Preisverleihungen zählen z.B. Annette Humpe, Beatsteaks, Berq, Betterov, Blond, Blumengarten, Casper, Danger Dan, Doro Pesch, K.I.Z., Moderat, Nina Chuba, No Angels, Novaa, Paula Hartmann, Peter Fox, Ski Aggu, Suena oder Trettmann.

Der 2015 gegründete Verein repräsentiert aktuell über 500 Mitglieder aus verschiedenen Teilbereichen der Musikwirtschaft und Popkultur. Diese setzen sich gemeinsam für eine vielfältige und innovative Musiklandschaft ein. Dem Vorstand des Vereins gehören 2026 Stephan Hengst, Josefine Nowack, Martin Lippert, Beatrice Adasz, Patrick Ehrhardt, Sabine Leibig, Paul Schäfer, Dominic Schäfer, Philipp Grefer und Lena Marie Haring an.
Weitere Informationen gibt es auf den Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, YouTube und LinkedIn) und der Website: www.preisfuerpopkultur.de


Pressekontakt
Verein zur Förderung der Popkultur e.V.
presse@preisfuerpopkultur.de



Alle Details und weitere Informationen:

Vollständige Shortlist 2026, Fachjury 2026 und Kategoriebeschreibungen aller Kategorien 2026
Shortlist 2026: Das sind unsere Nominierungen!

Lieblingskünstler:in / -band
Bush.ida – Sprachgewandte Lines mit doppeltem Boden, drückende Beats und intensive Performances – Rap, der sich nicht nur hören, sondern fühlen lässt.
Mariybu – Laut, kompromisslos und radikal ehrlich – eine Hyperpop-Ikone mit scharfem Humor, Haltung und maximaler Provokation.
Peaches – Seit fast drei Jahrzehnten verschiebt die in Berlin lebende Kanadierin mit explizitem Electro-Pop, radikaler Performancekunst und kompromisslosem Feminismus die Grenzen der Popkultur.
Souly – Steht für Aufbruch und künstlerische Rebellion – Musik als Erlebnis statt Produkt, mit genreübergreifendem Sound, radikalen Live-Ideen und kompromissloser Haltung.
Wa22ermann – Eine der spannendsten Rapperinnen: energiegeladen, genre-sprengend und nicht mehr wegzudenken. Sie reißt jedes Publikum mit – Kreis auf, Stillstehen zwecklos.

Hoffnungsvollste:r Newcomer:in
Brosie – Indie-Pop mit persönlicher Note: nahbar, unaufgeregt und fernab gängiger Formate.
Fanny – Die Newcomerin überzeugt mit klarer Stimme, ehrlichem Songwriting und früher stilistischer Handschrift.
FAYAN – Ehrlich, mitreißend und mit einem dicken Grinsen im Gesicht: FAYAN bringt einen Sound auf die Bühne, der sofort begeistert.
Grenzkontrolle – Politische Wut trifft auf kompromisslosen Sound: laut, direkt und gesellschaftlich aufgeladen.
Justin Hayo – Handgemachter Old-School-R’n’B, getragen von detailreichen Arrangements und tiefgründigen Texten.

Lieblingsproduzent:in
Melane – “Mirrors & Windows” – Detailreiche Arrangements und eine fein austarierte Dramaturgie prägen einen besonderen Sound.
Novaa – Mit minimalistischen Klangbildern und Präzision formt Novaa Popmusik, die Luft für künstlerische Eigenständigkeit lässt.
Oga Beats – Megaloh produziert seine Musik unter dem Pseudonym Oga Beats selbst und verbindet so seine künstlerische Autorenschaft und Visionen mit technischer Präzision.
Parra for Cuva – Als Parra for Cuva verbindet Nicolas Demuth eindringliche Beats mit eingängigen Melodien.
VAVUNETTHA – “Vaikaari” – VAVUNETTHA hat ihren ganz eigenen Sound kreiert und nimmt uns nicht nur mit auf eine Reise zu ihren eigenen Wurzeln

Lieblingsalbum
Ikkimel – “FOTZE” – Ikkimel legt den Finger in die Wunde gesellschaftlicher Doppelmoral. Ein Album als Manifest von Selbstermächtigung, Haltung, Ironie und Leidenschaft.
Josi Miller – “4 stages of sleep” – Entlang der Schlafphasen entfaltet sich eine elektronische Klangreise durch Traumwelten, geprägt von Angst und Panik, aber auch Heilung!
Megaloh – “Schwarzer Lotus” – Das fünfte Studioalbum von Megaloh ist ein geschlossenes und atmosphärisches Gesamtkunstwerk.
Sophia Kennedy – “Squeeze Me” – Härte und Schönheit, Witz und Melancholie, Fatalismus und Stärke: »Squeeze Me« stellt auf den Kopf, was wir über Sophia Kennedy zu wissen glaubten.
Souly – “traence” – Statt einzelner Hits setzt das Album auf einen durchgehenden Flow und atmosphärische Geschlossenheit: Eine kompromisslose Hommage ans Echtsein!
Tristan Brusch – “Am Anfang” – Der grandiose Abschluss der dunkelromantischen “Am” Trilogie.

Lieblingssong | <<< NEU >>> Mitglieder- und Publikumsvoting
Erstmals entscheiden beim Preis für Popkultur 2026 nicht nur die Jury und Mitglieder – Musikfans bekommen dieses Jahr ein Mitspracherecht. Der Lieblingssong 2026 wird zu 50 Prozent durch Vereinsmitglieder und zu 50 Prozent von der Öffentlichkeit bestimmt. Wie das Publikumsvoting genau funktioniert, erfahrt ihr in Kürze über unsere Website und die Social Media Kanäle.

EBOW – “Toxisch” – Wir lieben EBOW für ihre Songs, die Haltung zeigen und weit über die LGBTQIA+-Community hinaus wirken. Nachdem sie im letzten “Free” nominiert war, ist sie aktuell mit “Toxisch” erneut ganz oben auf unserer Playlist.
FAYIM – “Näher” – FAYIM verbindet Elemente aus Pop, Soul, R&B, Gospel und Jazz zu einer eigenständigen, kraftvollen Klangsprache. Der Song “Näher” von der Debüt-EP “Fokus” begeistert uns besonders.
Ikkimel – “Who´s that” – Ikkimel räumt gerade alles ab – und mit “Who’s That” ist die Frage endgültig vom Tisch. Attitüde, Humor und maximale Präsenz sitzen punktgenau.
Jassin – “Bitte sei vorsichtig” – Jassin macht einfach Sinn. Ganz besonders, wenn er singt: “Bitte sei vorsichtig, wenn du mich küsst”, zeigt er, wie viel Größe in einem Popmoment stecken kann, der Verletzlichkeit zulässt.
MADANii - “Dast” – MADANii steht für einzigartigen Sound: Persische Einflüsse, moderner Pop, R’n’B und Trap treffen auf einen eindringlichen Text, der inhaltliche Brüche, Zweifel und Erfahrungen des Dazwischen-Seins deutlich macht.
Peaches – “Not in your mouth, none of your business” – Peaches setzt mit der Vorab-Single zum neuen Album “No Lube So Rude” erneut ein starkes Statement: “I cannot be squashed or minimized. You will never take away our pride.”

Lieblingspodcast
Danke, gut. Der COSMO Podcast über Pop und Psyche - Miriam Davoudvandi und ihre Gäste sprechen über mentale Gesundheit, persönliche Erfahrungen und psychische Belastungen.
Deep Doku – Episode: Traumberuf Musik? (rbb) – Henrike Möller beleuchtet die Arbeitsrealitäten im Musikbetrieb: Leistungsdruck, Dauer-Performance und Unsicherheit, erzählt ohne Glamourfilter.
Der Soundtrack meines Lebens (VISIONS) – VISIONS-Redakteur Jan Schwarzkamp nimmt seine Hörer:innen mit auf eine Reise durch das musikalische Leben seiner Gäste. Die fällt mal nerdig, mal erhellend und immer persönlich aus. Ein Austausch zu Popkultur im Allgemeinen und ein Blick auf das Leben durch die Linse der Musik im Speziellen.
Kurt Krömer Feelings (Wondery, Song Legend & BosePark Productions) – Kurt Krömer hat Besuch. Von wem? Weiß er nicht. Er sitzt mit Augenbinde im Studio und lässt sich überraschen. Nach dem Finale “Ikkimel – Fotzenrap für die Omas” ist nach 150 Folgen leider Schluss.
Fuck you very, very much! Die größten Beefs im Musikbiz (ARD Kultur) – Jennifer Weist und Markus Kavka schnacken kompetent und neugierig über legendäre Musikstreits. Nominiert für: “Drake vs. Kendrick Lamar - Ein Beef wie eine Beerdigung”.

Beeindruckendste Liveshow
Beatsteaks – “BS30” – Jubiläums-Doppel-Show in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Ultimative Fan-Nähe und pure Live-Energie!
BHZ – “Pablo für immer” – Kein gewöhnliches Konzert, sondern ein Abend des gemeinsamen Gedenkens.
Fuffifufzich in der Elbfeelharmony – Pop, Performance und großartige Songs greifen hier beim Reeperbahn Festival zu einem eigenständigen Live-Konzept ineinander.
Ikkimel – “Ikkimel & Friends” – Starke Gastauftritte und die gemeinsame Euphorie prägen eine einzigartige Open-Air-Nacht im IFA Sommergarten.
Nina Chuba – Arena Tour – Arena-Scale, Pop-Appeal, Präsenz auf Anschlag – Nina Chuba spielt in der Champions League!

Gelebte Popkultur
bangerfabrique – Rap, Fashion und Freundinnenschaft – bangerfabrique ist ein queer-feministisches Musik- und Performancekollektiv aus Hamburg.
Kraftklub – Kieztour Reeperbahn – Guerilla-Marathon-Mode on: Die Chemnitzer sind beim Reeperbahn Festival fast überall – mit 15 spontanen Gigs in 15 Locations.
Rausgegangen – Geheimkonzerte – Unangekündigte Acts und besondere Orte rücken das unmittelbare Live-Erlebnis in den Mittelpunkt.
SchwuZ Queer Club – Mehr als ein Club. Seit Generationen schafft das SchwuZ Räume für queeres Leben, Selbstbestimmung und kulturellen Ausdruck: laut, solidarisch und offen – Zukunft leider ungewiss!
Unreleased Festival – Das starke Line-up bleibt geheim, keine Handys – nur die Crowd und die Musik. Was wie der Fiebertraum jedes Musikfans klingt, ist bei Unreleased Realität.

Bewegendstes Bild
Atomino Sessions Chemnitz – Martin Groß – Die ZDFkultur-Serie porträtiert Künstler:innen, die in Ostdeutschland leben, und verbindet persönliche Einblicke – mit Ätna, Jassin, Hinterlandgang sowie Alexander Scheer | Andreas Dresen & Band – mit intimen Live-Mitschnitten aus dem Club Atomino.
BABO – Die Haftbefehl-Story – Sinan Sevinç & Juan Moreno – Persönliche Interviews mit Haftbefehl und seinem engsten Umfeld zeichnen in der Netflix-Doku von 27KM'B Pictures ein brutal ehrliches Porträt der deutschen Rap-Ikone.
Enno Bunger – Kein Mensch startet einen Krieg (Hidden Session) – Das Hidden Sessions Video von Nadiia Khatymlianska für Enno Bunger ist ein eindringliches visuelles Statement gegen Krieg und Gewalt.
JAMEL – Lauter Widerstand – Martin Groß – Der ARD Kultur Film erzählt die Geschichte des Festivals “Jamel rockt den Förster” und zeigt, wie Musik in einem von Rechtsextremen dominierten Dorf zum Mittel demokratischen Widerstands wird.
Souly – Maske Weg – Produziert von Flipphone Studios (Regie: Fritz Elsmann), fasziniert das Musikvideo für Souly mit einer dunklen wie mystischen Bildsprache – hypnotisch, reduziert und voller Sogwirkung.

Herausragendes gesellschaftliches Engagement
Act Aware e.V. – Mit Awareness-Konzepten und Schulungen setzt sich der Verein für diskriminierungssensible Kulturarbeit ein.
Corner Chor – “Scheiß AfD Jodler” – Humor und Musik werden hier gezielt als Mittel des Protests eingesetzt.
Forever Fresh – Das DJ-Kollektiv macht Frauen über 70 sichtbar und hinterfragt nebenbei gängige Altersbilder in der Clubkultur.
Initiative Barrierefrei Feiern – Das Netzwerk arbeitet daran, Kulturveranstaltungen inklusiver und zugänglicher zu gestalten.
Widersetzen – Antifa-Allstars – Das Bündnis organisiert zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen rechte Strukturen.



Unsere Expert:innenjury 2026
Fachjury und Abstimmungsprozess
Die Nominierten wurden in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Vereinsmitglieder konnten Vorschläge einreichen, bevor die Jury in intensiven Sitzungen die finale Shortlist bestimmte. Die unabhängige Fachjury setzt sich aus Expert:innen der Musik- und Popkulturbranche zusammen.
Mit sehr unterschiedlichen Perspektiven aus Musik, Medien, Kultur und Szene hat unsere Jury die Einreichungen gesichtet und gemeinsam die Shortlist geformt. Wir danken allen Beteiligten herzlich für den offenen, intensiven und respektvollen Austausch.

Zur Jury gehören:

Alba Wilczek – Musikjournalistin, Redakteurin, DJ & Veranstalterin

Baran Kok – Rapper und Künstler

Elke Kuhlen – Festivalleiterin c/o pop & Kulturmanagerin

Finna – Produzentin, Musikerin, Aktivistin

Mousse T. – Produzent, DJ und Musiker

Patrick Ehrhardt – Experte & Kurator in Musik- und Art-Festivals, Veranstalter & Booker sowie Beisitzender im Verein zur Förderung der Popkultur e. V., ehemaliger Director und Vorstand des Berliner CSD

Ralph Baudach – TV-Journalist, Musiker & Bandmitglied, Moderator & Nachrichtensprecher

Rike van Kleef – Autorin, Musikjournalistin und Expertin für Gleichstellung in der Musikbranche

Simone Sohn – freiberufliche Musikjournalistin (1LIVE Heimatkult)

Zuher Jazmati – Veranstalter, Moderator, politischer Bildner & Aktivist, DJ und ehemals BBQ Podcast Co-Host


WICHTIG:
Fairness und Transparenz stehen an erster Stelle: Jury-Mitglieder enthalten sich bei eigenen Beteiligungen selbstverständlich der Stimme.



Kategoriebeschreibungen aller Kategorien 2026

Lieblingskünstler:in / -band

Diese Kategorie richtet sich an Solokünstler:innen oder Bands, die sich bereits über einen längeren Zeitraum hinweg einen festen Platz in der Musiklandschaft erarbeitet haben. Um nominiert werden zu können, müssen sie ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben und innerhalb des Bemessungszeitraums eine aktuelle Veröffentlichung vorweisen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass es sich nicht um ein einmaliges Projekt handelt: Daher ist Voraussetzung, dass die erste Veröffentlichung mindestens 24 Monate zurückliegt und seither mindestens 10 Titel veröffentlicht wurden. Ein Titel gilt dann als Veröffentlichung, wenn er über die gängigen digitalen oder physischen Vertriebskanäle einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurde.
Die Kategorie „Lieblingskünstler:in / -band“ würdigt also nicht nur künstlerisches Schaffen im Hier und Jetzt, sondern auch die Beständigkeit, Kreativität und Hingabe, die über Jahre hinweg in die eigene Musik investiert wurden. Nominierte haben hier die Möglichkeit zu zeigen, wie sie mit ihrer Musik das Publikum berühren, beeinflussen und begleiten – sei es durch Innovation, künstlerische Tiefe oder durch die ganz besondere Nähe zu ihren Fans. Im Mittelpunkt steht der/ die Künstler:in bzw. die Band an sich.

Hoffnungsvollste:r Newcomer:in

Mit dieser Kategorie möchten wir frische Stimmen, spannende Talente und aufstrebende Projekte sichtbar machen. Nominiert werden können Solokünstler:innen oder Bands, die ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben und im Bemessungszeitraum ihre erste offizielle Veröffentlichung herausgebracht haben. Dabei reicht es nicht, lediglich als Feature auf einem fremden Track mitzuwirken – die Erstveröffentlichung muss ein eigenständiger Titel sein, der digital oder physisch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Diese Auszeichnung soll denjenigen eine Bühne bieten, die gerade erst ihre ersten Schritte in der Musikbranche gehen und mit neuen Ideen, Sounds und Perspektiven frischen Wind in die Szene bringen. „Hoffnungsvollste:r Newcomer:in“ steht für Mut, Kreativität und das Potenzial, zu einer festen Größe in der Popkultur zu werden. Nominierte zeigen hier, warum sie das Publikum in Zukunft noch öfter von sich hören lassen werden.

Lieblingsproduzent:in

Die Kategorie „Lieblingsproduzent:in“ richtet sich an jene kreativen Köpfe hinter den Kulissen, die maßgeblich den Klang moderner Musik prägen und durch den Preis für Popkultur vor die Kulissen treten. Produzent:innen geben Songs ihre Form, ihren Charakter und oft auch ihre Einzigartigkeit. Nominiert werden können Produzent:innen mit Hauptwohnsitz in Deutschland, die innerhalb des Bemessungszeitraums eine Veröffentlichung vorzuweisen haben. Voraussetzung ist, dass die erste Veröffentlichung mindestens 24 Monate zurückliegt und seitdem mindestens 10 Titel erschienen sind. Als Titel zählen nur Musikstücke, die über die gängigen Vertriebskanäle einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurden.
Mit dieser Kategorie wird nicht nur das handwerkliche Können, sondern auch das Gespür für Trends, Klangwelten und künstlerische Zusammenarbeit geehrt. Produzent:innen sind die stillen Architekt:innen großer Hits – und hier bekommen sie die Anerkennung, die sie verdienen.

Lieblingsalbum

Ein Album ist mehr als eine bloße Sammlung von Songs – es ist ein künstlerisches Statement, ein Konzept oder ein Soundtrack zu einem bestimmten Lebensgefühl. In dieser Kategorie wird das „Lieblingsalbum“ ausgezeichnet: Ein Werk von Solokünstler:innen oder Bands mit Hauptwohnsitz in Deutschland, das im Bemessungszeitraum veröffentlicht wurde und über die gängigen Vertriebskanäle breit verfügbar ist.
Ob es sich um ein konzeptuelles Meisterwerk, eine emotionale Reise oder eine Sammlung von Hits handelt – entscheidend ist, dass das Album als Ganzes überzeugt. Hier zählt nicht nur die Qualität einzelner Songs, sondern auch die Art, wie sie miteinander verbunden sind und ein stimmiges Gesamtbild sowie eine Geschichte und Einladung zum Genießen, Feiern oder Hineinversetzen ergeben. Diese Kategorie würdigt Alben, die über den Moment hinaus Bestand haben und sich tief ins Gedächtnis des Publikums einprägen.

Lieblingssong

In dieser Kategorie geht es um den Song, der die Menschen im Bemessungszeitraum am meisten bewegt, begeistert oder begleitet hat. Es muss sich um einen Titel von Solokünstler:innen oder Bands mit Hauptwohnsitz in Deutschland handeln, der auf den gängigen Plattformen veröffentlicht wurde. Ob Single, Albumtrack oder ein überraschender Hit – der Song sollte im besten Sinne das Lebensgefühl einer Zeit widerspiegeln.
Die Besonderheit dieser Kategorie: Zunächst wählt eine Jury eine Shortlist von zehn Songs aus. Anschließend entscheiden zu gleichen Teilen die Mitglieder des Vereins und das externe Publikum, welcher Song am Ende ausgezeichnet wird. Damit vereint „Lieblingssong“ fachliche Expertise und die Stimme der Hörer:innen gleichermaßen.

Lieblingspodcast

Podcasts sind längst ein fester Bestandteil unserer Popkultur – sie informieren, unterhalten, inspirieren und bieten Plattformen für Stimmen und Perspektiven, die sonst vielleicht ungehört blieben. In dieser Kategorie werden Podcasts ausgezeichnet, die popkulturelle Themen aufgreifen und von einer in Deutschland ansässigen Person oder Gruppe produziert werden. Bedingung ist, dass mindestens eine Folge im Bemessungszeitraum erschienen ist und das Format eine gewisse Regelmäßigkeit aufweist.
Ob tiefgründige Analysen, unterhaltsame Gespräche oder kreative Formate – hier geht es um Podcasts, die das Publikum nachhaltig begleiten und das kulturelle Leben bereichern.

Beeindruckendste Liveshow

Nichts ersetzt die Energie einer Liveshow – die Begegnung zwischen Künstler:innen und Publikum, die Stimmung im Raum, das gemeinsame Erlebnis. In dieser Kategorie werden Solokünstler:innen oder Bands ausgezeichnet, die mit einer Tournee oder einem Einzelkonzert bzw. Special Showformat im Bemessungszeitraum besonders überzeugen konnten. Voraussetzung ist, dass sie ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben.
Die „Beeindruckendste Liveshow“ würdigt außergewöhnliche Bühnenerlebnisse: sei es durch besondere musikalische Qualität, eindrucksvolle Inszenierungen, technische Innovation oder die einzigartige Verbindung zu den Fans on the ground. Hier steht die Magie des Live-Moments im Vordergrund – jene Augenblicke, die lange in Erinnerung bleiben.

Gelebte Popkultur

Diese Kategorie ehrt Projekte, Events und Orte, an denen Popkultur lebendig wird. Nominiert werden können Partys, Clubreihen, Festivals, Konzerte, hybride Formate oder digitale Veranstaltungen, die im Bemessungszeitraum stattgefunden haben. Entscheidend ist ein klarer Schwerpunkt auf Musik.
„Gelebte Popkultur“ würdigt die Vielfalt und Lebendigkeit unserer Szene – ob intime Clubnacht, großes Festival oder innovatives Online-Format. Es geht um die Menschen, die Räume schaffen, in denen Musik erlebt, geteilt und gefeiert wird, und die so das kulturelle Miteinander bereichern.

Bewegendstes Bild (Video, Bewegtbildmaterial oder Bewegtbildprodukt mit Musik, Klangwelten oder Musik ähnlichem Audioinhalt)

Musik ist nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar. In dieser neu definierten Kategorie geht es um das Zusammenspiel von Klang und Bild. Nominiert werden können Musikvideos oder andere Formen von Bewegtbildmaterial (z. B. On-Demand-Performances wie Video-Podcasts oder kreative Visuals mit Musik- bzw. Klangaudio), die von Solokünstler:innen oder Bands oder Menschen mit Musikthemen und thematischem Hintergrund mit Hauptwohnsitz in Deutschland stammen und im Bemessungszeitraum veröffentlicht wurden.
Hier wird die visuelle Kraft von Musik ausgezeichnet – wie Bilder Geschichten erweitern, Emotionen verstärken oder künstlerische Visionen in eine visuelle Sprache übersetzen. Ob aufwändig produziertes Musikvideo, minimalistischer One-Take, animierte Audio-Kunst oder ein packender Live-Mitschnitt eines Bewegtbildformats: In dieser Kategorie geht es darum, wie Musik im bewegten Bild zu einem ganzheitlichen Erlebnis werden kann bzw. wurde.

Herausragendes gesellschaftliches EngagementMusik und Popkultur sind immer auch Spiegel der Gesellschaft – und können Veränderungen anstoßen. In dieser Kategorie werden Akteur:innen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich durch soziales, ökologisches oder politisches Engagement besonders hervorgetan haben. Voraussetzung ist, dass die Beteiligten ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben und ihr Wirken im Bemessungszeitraum sichtbar wurde.
Ob Projekte für mehr Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Diversität oder Solidarität – hier geht es um Engagement, das über den künstlerischen Alltag hinausgeht und konkrete Wirkung in der Gesellschaft entfaltet hat. „Herausragendes gesellschaftliches Engagement“ hebt jene hervor, die ihre Reichweite nutzen, Verantwortung übernehmen und positive Veränderungen anstoßen.